Der Naturpark Nordwald liegt im nördlichen Waldviertel, nahe der Grenze zu Tschechien. Sein Gebiet ist zweigeteilt und vereint mehrere Landschaftsräume. Offene Wiesen wechseln mit ausgedehnten Wäldern, markante Granitformationen treten zwischen Kuppen und Senken hervor, Moore und Teiche setzen besondere Akzente. So entsteht ein vielgestaltiges Landschaftsmosaik. Die Übergänge machen den besonderen Reiz dieser Landschaft aus. Zwischen trocken und feucht, offen und bewaldet, genutzt und naturnah finden zahlreiche Tier- und Pflanzenarten geeignete Lebensbedingungen. Viele von ihnen sind auf nährstoffarme Standorte, extensive Bewirtschaftung oder Feuchtlebensräume angewiesen.
Das Gebiet des Naturparks ist zugleich deckungsgleich mit dem Landschaftsschutzgebiet Großpertholz. Die Deckungsgleichheit unterstreicht die besondere Eigenart dieser Kulturlandschaft mit ihren über lange Zeit entstandenen Strukturen und ihrem Zusammenspiel von Natur und Nutzung. Drei Lebensraumtypen treten dabei hervor: die artenreichen Wiesen, die Wälder mit ihren Granitformationen sowie die Moore, Feuchtflächen und Teiche rund um Karlstift. Jeder dieser Bereiche weist eigene ökologische Voraussetzungen auf und bietet spezialisierten Tier- und Pflanzenarten wichtigen Lebensraum.
Die Vielfalt des Nordwalds liegt nicht in einem einzigen Lebensraum. Sie entsteht dort, wo Wiesen, Wälder, Moore und Teiche ineinandergreifen und gemeinsam eine über Generationen gewachsene Kulturlandschaft formen.